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Profanierung Kirche St. Ludwig in Maybach

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Nachdem 1873 im westlichen Gemeindegebiet Friedrichsthals die Grube Maybach eingerichtet worden war, richtete der preußische Bergfiskus ab 1900 im unmittelbaren Gebiet des Bergwerks eine eigene Siedlung ein. Seelsorgerisch wurde der neue Ortsteil von Friedrichsthal aus betreut. 1910 wurde die Pfarrei Friedrichsthal geteilt, die bisherige Filiale Bildstock wurde erst zur Kapellengemeinde erhoben und ab 1913 eigenständig. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die saarländischen Gruben durch die französische Grubenverwaltung übernommen und so kamen auch zahlreiche französische Grubenbeamte und -angestellte nach Maybach. Durch die blühende Kohleindustrie war die Zahl der Arbeiter in der Grube ohnehin stark gewachsen, so dass 1924 54 katholische Familien mit 211 Mitgliedern verzeichnet waren.
Da der Weg zur Kirche nach Bildstock weit und gerade im Winter beschwerlich war, wurde Anfang der 1920er Jahre der Wunsch geäußert, in Maybach eine eigene Kirche zu erhalten. Die Grubenverwaltung wollte den Interessen ihrer Arbeiter, Angestellten und Beamten nachkommen und beauftragte den französischen Architekten Schalmeaux mit dem Plan für eine kleine Kirche, die ursprünglich oberhalb der Grubenanlagen auf öffentlichem Grund erbaut werden sollte. Da man die Kirche jedoch in Grubeneigentum behalten wollte, entschloss man sich, das Gebäude auf Grubenboden zu bauen, und entschied sich für ein Grundstück unterhalb der Schule, das man dauerhaft vom Forstfiskus gepachtet hatte. Die Kirche erhielt das Patrozinium des französischen Nationalheiligen St. Ludwig. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. September 1924, an Heiligabend 1925 fand die Einsegnung durch den damaligen Pfarrer statt. Einen Tag später hielt man das erste Hochamt.
1942 erwarb die Pfarrgemeinde Bildstock die Kirche und schon am 1. Februar zog ein Kaplan nach Maybach. Zwei Jahre später wurde Maybach sogar zur Expositur erhoben und damit eigenständiger Seelsorgebezirk.
1949 wurde die einst prunkvoll bemalte Kirche renoviert: Der alte Verputz wurde abgeschlagen, ein grober Spritzputz aufgetragen und die Ausstattung erneuert.
1953 schaffte man Kirchenbänke an und ein Jahr später erhielt das Gotteshaus eine neue Orgel.
Nach dem Weggang von Expositus Paul Ständebach im Jahr 1950 erhielt Maybach keinen neuen Seelsorger mehr, sondern wurde wieder von Bildstock aus betreut. Das Sakralgebäude wird heute nicht mehr für Gottesdienste genutzt.
(Quelle: Wikipedia)
Nach Anhörung und Abstimmung unserer verantwortlichen Gremien (Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat) hat das Bistum der Profanierung zugestimmt.
Von daher steht für die Kirche St. Ludwig in Maybach am
                     Sonntag, den 16.06.2019, um 15.00 Uhr,
die Profanierung an, welche von Dechant Benedikt Welter, im Rahmen eines Gottesdienstes, vorgenommen wird. Der zuständige Weihbischof Robert Brahm hat unseren Dechanten beauftragt, diesem Gottesdienst vorzustehen.
Profanierung heißt: Der Raum wird seiner sakralen Aufgabe entkleidet und zu einem „normalen“ Gebäude, ohne liturgische Aufgabe.

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